, Brandenberger Erwin

Trainingswoche April 2026: Alpe Adria- Slowenien- Kärnten- Steiermark- Salzburg

Seit einiger Zeit hat bei uns das Bikepacking den Platz vom konventionellen Trainingslager etwas übernommen. Weil dies im April jedoch nicht überall gut möglich ist, da einem bei weiteren Strecken von zu Hause aus meistens schneebedeckte oder noch geschlossene hohe Pässe in den Weg kommen, haben wir uns für die Alpe Adria entschieden.

Seit einiger Zeit hat bei uns das Bikepacking den Platz vom konventionellen Trainingslager etwas übernommen.

Weil dies im April jedoch nicht überall gut möglich ist, da einem bei weiteren Strecken von zu Hause aus meistens schneebedeckte oder noch geschlossene hohe Pässe in den Weg kommen, haben wir uns für die Alpe Adria entschieden. Meer lockt immer, und die hohen Tauern kann man auf dieser Strecke sowieso nur im Bahntunnel queren. Den Rückweg haben wir mit Komoot mal zusammengestellt. Wir wollten sicher Slowenien queren und nahmen dann den Weg, bei dem man ohne geschlossene Pässe zurück nach Österreich kam: Das war der Loiblpass. Es war uns aber klar, dass wir kurzfristig die Wetterbedingungen wieder studieren, und allenfalls die Route ändern mussten.

So fuhren wir mit wie immer durchdachtem, leichtem, fast schon abgewogenem Gepäck am 10.4.2026 in leichtem Regen nach Bregenz, wo wir den Zug nach Salzburg gebucht hatten.

Am nächsten Morgen startete unsere Veloroute nach einem Sightseeing-Morgenjogg in Salzburg aus der Stadt, in rennradtauglicher Art der Alpe Adria folgend. Diese offizielle Radroute ist eigentlich für Gravelfahrräder oder Bike gedacht. So mussten wir uns halt immer wiedermal mit weniger schönen Strassen zufriedenstellen. Trotzdem hatten wir in den drei Tagen Alpe Adria sehr viele wunderschöne ausgebaute Radwege entlang des Flusses, durch Dörfer und durch faszinierende, schmale Fahrradtunnels. Das Wetter hat mitgespielt, und wir kamen glücklich in Grado an.

Dort folgten wir der Adriaküste Richtung Trieste, und genossen die traumhafte Lagunenlandschaft. In Duino übernachteten wir am Meer, bevor unsere Reise wie geplant nach Slowenien weiterging. Slowenien bleibt uns wie ein wunderschöner, riesiger Nationalpark in Erinnerung. Grandiose Natur, schöne, kaum befahrene Landstrassen durch Hügel und Gebirge. Alles immer rauf und runter, so wie es uns gefällt… :-) Bloss der Fahrstil der Slowenen liess echt zu wünschen übrig. So ganz und gar nicht was man in Spanien erlebt! Es schien uns, dass die Slowenen grundsätzlich lieber einen Radfahrer touchieren als eine Mittellinie überfahren würden…! Ebenfalls in toller Erinnerung bleibt uns die kleine und überschaubare Hauptstadt Ljubljana. Auch da war Einfachheit und Armut erkennbar, vieles war aber auch sehr gepflegt und man ass wunderbar und günstig.

Über den Loiblpass,der uns mit seinem Radfahrverbot auf der ganzen slowenischen Seite ins grübeln brachte aber keine Alternative bot, kamen wir dann wieder zurück nach Österreich, direkt ins Triathlon-Meka Klagenfurt. Auch das eine wunderschöne Gegend! Über Obertauern (1730 MüM) fuhren wir am achten Tag unserer Reise zurück nach Salzburg, wo uns am folgenden Morgen und nach 1000 Velo-Km der Zug nach Feldkirch brachte und wir dann die letzten Radkilometer heimwärts in die Schweiz in Angriff nahmen.

Es war wieder ein unvergesslicher Trip mit ganz vielen nicht zu toppenden Eindrücken. Bikepacking- für uns zwei eine geniale Art, Gegenden, Länder und Menschen kennenzulernen. Eine Reise, verbunden mit Sport, und gleich eine Ironman-Vorbereitung rein verpackt…. Perfekt und empfehlenswert, wenn man sich im Gepäck einschränken kann und froh ist, mal eine Zeit lang nicht überlegen zu müssen, was man am nächsten Tag anziehen soll .. :-)

Simon und Priska